Historie
Die Kartoffel hat bei uns Tradition.
Kartoffelanbau mit Geschichte – Schwörsheim als Kartoffeldorf
Die Geschichte unserer Kartoffeln beginnt weit vor der heutigen Zeit: Ursprünglich stammt die Kartoffel aus Amerika und fand erst im 18. Jahrhundert ihren Durchbruch als Anbaupflanze in Europa. In Schwörsheim lässt sich der Kartoffelanbau bereits sehr früh nachweisen. Schon 1764 taucht in den Amtsbüchern ein Fall von Kartoffeldiebstahl auf – ein Hinweis darauf, dass die Knolle damals bereits einen hohen Wert hatte. Nur wenige Jahre später, 1768, ist auf den Feldern rund um Schwörsheim ein erheblicher Kartoffelanbau dokumentiert.
Die Schwörsheimer Bauern bewirtschafteten meist kleine Höfe und mussten auf den eher kargen Böden viel Einfallsreichtum zeigen. So begannen sie schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, ihre Kartoffeln nicht nur zu ernten, sondern auch selbst in den umliegenden Städten zu vermarkten. Das Schwörsheimer Gemeindewappen, das einen Bauern mit Pferdefuhrwerk zeigt, erinnert bis heute an diese Tradition der Direktvermarktung.
Ende des 19. Jahrhunderts war Schwörsheim weit über die Region hinaus als „Kartoffeldorf“ bekannt. Zeitgenössische Berichte erzählen, dass die hiesigen Bauern die ersten Frühkartoffeln in die Städte der Umgebung und sogar bis nach Augsburg brachten – damals noch mit dem Pferdefuhrwerk, für das man mehrere Tage unterwegs war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich daraus ein moderner Kartoffelhandel: In Schwörsheim entstanden Kartoffelhandlungen, die die Ware der Landwirte aus der ganzen Umgebung bündelten und per LKW in alle Teile Deutschlands lieferten.
Der Kartoffelhof Schneller steht heute in dieser Tradition: Aus dem einstigen Pferdefuhrwerk ist ein moderner Betrieb geworden, doch die Idee ist dieselbe geblieben – beste Kartoffeln aus Schwörsheim, direkt von den Erzeugern zu den Menschen, die sie schätzen.
Unsere Hofgeschichte
Die Wurzeln des heutigen Kartoffelhofs Schneller reichen weit zurück. Bereits 1622 wird in einer Ortsbeschreibung eine Tafernwirtschaft mit dem Namen „Zur Linde“ erwähnt. Diese katholische Wirtschaft war über Jahrhunderte ein fester Bestandteil des Dorflebens in Schwörsheim – ein Ort, an dem sich Menschen trafen, aßen, tranken und Neuigkeiten austauschten.
Seit 1875 trägt das Anwesen den Familiennamen Schneller. Damit beginnt die bis heute andauernde Geschichte unserer Familie auf diesem Hof.
Am 19. November 1956 wird das Anwesen an Erwin Schneller (Senior) und seine Frau Anna übergeben. Sie führen die landwirtschaftliche Tradition fort und prägen den Betrieb über viele Jahrzehnte.
Im Jahr 1981 endet die Zeit der Gastwirtschaft: Der Wirtschaftsbetrieb wird aufgegeben, an seiner Stelle entsteht ein Wohnhaus. Der Hof konzentriert sich nun ganz auf die Landwirtschaft.
1987 übernimmt Sohn Erwin Schneller gemeinsam mit seiner Frau Irmgard den Hof. Unter ihrer Führung entwickelt sich Hausnummer 18 zum damals größten Bauernhof in Schwörsheim. Der Betrieb umfasst Milchvieh, Ackerbau und einen stetig wachsenden Kartoffelanbau mit Direktvermarktung – der Grundstein für den heutigen Kartoffelhof Schneller.
Seit 2022 liegt die Verantwortung in den Händen von Bernd Schneller und seiner Frau Renate. Der Milchviehbetrieb wurde eingestellt, der Fokus liegt nun ganz auf dem Kartoffelanbau und der regionalen Vermarktung. Damit setzt die Familie Schneller die lange Tradition des Hofes fort – mit modernen Methoden, aber derselben Verbundenheit zur Heimat und zur Landwirtschaft wie ihre Vorfahren.

